Rückblick auf die traditionelle Osterwanderung am Ostermontag, 6. April 2026 von Bad Ems nach Fachbach

 Bei strahlendem Frühlingswetter versammelten sich am Ostermontag zahlreiche Wanderfreunde des Taunusklubs Bad Ems, um gemeinsam die traditionelle Osterwanderung zu begehen. Auch in diesem Jahr führte die Route wieder von Bad Ems in das benachbarte Fachbach.
Die Teilnehmer konnten zwischen zwei Gruppen wählen, um jedem Wandertempo gerecht zu werden. Der Startschuss fiel um 11.15 Uhr am Bahnhof in Bad Ems. Besonders stimmungsvoll begann die Tour für die erste Wandergruppe: Die Wanderführerin stimmte diese mit einem eigens gedichteten und zugleich motivierenden Wanderspruch auf den Tag ein:
„Wandre auf Wiesen, wandre auf Feldern,
Hauptsache Du siehst, wie alles sich ändert.
Durch die Ruhe, durch die Natur,
spürst Du Deine Seele pur.
Für uns das Ziel, der Beachclub, das ist wohl wahr,
Denn die Anderen sind vermutlich schon da.“

Mit diesen Worten im Gepäck machten sich die Wanderer auf den Weg. Die Strecke bot herrliche Ausblicke auf das erwachende Lahntal und führte über frühlingshafte Wiesen, die den Wanderern – ganz im Sinne des Spruches – die nötige Ruhe und Naturverbundenheit schenkten. Oberhalb der ehemaligen Rosenfarm hatte der Osterhase für jeden Teilnehmer der ersten Gruppe jeweils zwei bunte Ostereier versteckt. Diese wurden von der Wanderschar alle gefunden. Danach ging es auf dem üblichen Weg weiter Richtung Fachbach. Doch bevor es hinunter in den Ort machte die Gruppe noch einen Abstecher zur Fachbacher Kapelle hinauf. Anschließend ging es abwärts mit dem Einkehrziel der Beachclub in Fachbach. 

Doch anders als im Wanderspruch vermutet war die zweite Wandergruppe dort noch nicht eingetroffen, sondern trudelte etwas später ein. Bei Speis und Trank genossen alle das gesellige Beisammensein, ließen die Wanderung Revue passieren und die Osterfeiertage in großer Runde ausklingen.
Ein herzliches Dankeschön gilt der Wanderführerin für die Organisation, Durchführung und die inspirierenden Worte zu Beginn. Die Teilnehmenden freuen sich schon jetzt auf die nächsten gemeinsamen Touren!

Text und Fotos: Taunusklub Bad Ems
 
Die Wandergruppe konnte vom Lemberg – einem ehemaligen Weinberg – bereits das Wanderziel den Beachclub unten an der Lahn entdecken.

Alle vom Osterhasen versteckten Eier wurden gefunden und zum Teil unterwegs verspeist.

Kurzerhand entschied man sich noch einen Abstecher zur Fachbacher Kapelle zu machen. 


Rückblick auf die Wanderung am Sonntag, 8. März 2026

Für die Märzwanderung am Sonntag, dem 8. März 2026, hatte sich der Taunusklub Bad Ems den noch neuen, 6,6 km langen, Herrnlei-Steig in der Nachbargemeinde Dausenau vorgenommen. Um dem eigenen Anspruch von mindestens 10 km pro Wanderung gerecht zu werden, startete die Wandergruppe von 13 Wanderinnen und Wanderern mit zwei Hunden bei herrlichem Vorfrühlingswetter am Westbahnhof von Bad Ems. Eine erste Trinkpause am Ausblickpunkt Ernst-Vogler-Weg bot den grandiosen Ausblick auf das historische Bad Ems. Nach dem Aufstieg zum ehemaligen Trimm-Dich-Pfad unterhalb der Bismarck-Höhe, führte die Wanderung weiter in die Westersbach und über die Geierheck zum Höhenhaus. Von dort erfolgte der Abstieg zur Alten Eiche in Dausenau, dem Startpunkt des Herrenlei-Steiges. Nach einer kurzen Stärkung in der nahen Garageneinfahrt einer Mitwanderin ging es nun auf dem Leinpfad entlang der prächtigen Lahnfront von Dausenau und dann über den Auf-der-Au-Weg in Richtung Nassau. Am Scharfenstein begann auf schmalem Steig der Höhenaufstieg. Neue Bänke mit schönen Ausblicken und Spruchtafeln boten kleine Verschnaufpausen auf dem steilen Anstieg, so dass kein Murren aufkommen konnte. Vom Scharfenstein bot sich ein Ausblick auf Nassau. Weiter auf moderatem Pfad zum Ausblick Damenlei, folgte der letzte Anstieg zur Herrnlei Hütte auf 326 m Höhe. Mit dem Eindruck eines Ausblick, der vom gegenüberliegenden Kemmenau, hinab nach Dausenau mit dem Lahntal bis zum Hunsrück im Hintergrund reichte, ging es anschließend wieder abwärts nach Dausenau. Bei der Schlussrast am Campingplatz waren 14 km zurückgelegt. Die Rückkehr der hoch zufriedenen Wanderschar nach Ems erfolgte mit Zug und Schienenersatzverkehr.

Text und Fotos: Taunusklub Bad Ems


Rückblick auf die Wanderung am Sonntag, 08. Februar 2026

Mit einem Zitat des Arztes Hippokrates „Gehen ist des Menschen beste Medizin“ machten sich 13 Wanderer und 2 Hunde bei trockenem und frostfreiem Wetter auf zur Februarwanderung in der Landschaft Aar/Einrich. Gestartet wurde unterhalb der Burg Hohlenfels (Gemeinde Mudershausen), an der Brücke der ehemaligen Kleinbahntrasse St. Goarshausen-Zollhaus (1898 -1957 in Betrieb). Der Weg führte durch das schöne Hohlenfelsbachtal bergauf zur Erhebung Ergenstein (419,7 MNN) im westlichen Hintertaunus (Gemarkung Einrich). Von dort über den Eselpfad, an der renaturierten Grube Hibernia vorbei, zurück in Richtung Hohlenfelsergrund. Über den Welschmichelkopf und das LimburgerEck hinunter an den Hohlenfelsbach. Mit einem letzten Blick zur Burg Hohlenfels (erbaut auf einem „hohlen“ Kalksteinfelsen) führte der Weg weiter entlang des Baches in Richtung Hahnstätten. Nach einer Mittagsrast in der Phoenixhütte des Verkehrs- und Heimatvereines Hahnstätten (VHVH), ging es hinauf zum Heideberg. An den erlebnis- und lehrreichen Stationen des Naturerlebnispfades vorbei, wieder zurück zum Ausgangspunkt. Nach 13 Wanderkilometern und einer Schlußrast in Katzenelnbogen wurde gegen 17.30 Uhr die Heimreise angetreten.
 
Die Gruppe an der Naturerlebnisstation

 
 Text und Fotos: Taunusklub Bad Ems

 

Rückblick auf die Wanderung am Sonntag, 11. Januar 2026 auf dem Themenweg TON – das weiße Gold des Westerwalds (rote Route)

Unwetterwarnungen am Tag der Meldung zur Wanderung schreckten doch etliche Wanderer ab. Deshalb fanden sich am 11.01 nur drei Wanderer und zwei Hunde am Startpunkt ein. Diesen Kühnen aber war das Wetter hold. Sonnenschein und eine leichte Schneedecke waren das ideale Januar-Wanderwetter. Die Wanderung führte auf 12 km um die bis heute aktiven Tongruben zwischen Boden, Niederahr, Moschheim und Bannberscheid. Ton, der seine Entstehung der intensiven mesozoisch bis tertiären Verwitterung unter damals subtropischen Bedingungen des Westerwaldes und der anschließenden Umlagerung in flache Senken verdankt. Ein Ton, dessen besonderen keramischen Eigenschaften – insbesondere der Gehalt am Tonmineral Kaolinit - weltweit geschätzt werden. Und der lange (die letzte Grube bis 2000) unterirdisch in Glockenschächten abgebaut wurde. Heute ist der Abbau nur noch oberirdisch, wobei die periglaziale Überdeckung, z.T. auch Reste von tertiärer Braunkohle abgeräumt werden. Auf die Bedeutung, die selbst kleine Bäche als Energiequelle in vorherigen Jahrhunderten hatten, wiesen die Reste von 2 Mühlen am Wanderweg hin. Und unterhalb des Mahlberges wanderte man an einem der wenigen Phonolith-Vulkane des Westerwaldes vorbei. Nach einer Schlussrast ging es dann zurück nach Ems. Ein gelungener Wandertag.


Text und Fotos: Taunusklub Bad Ems


 

Rückblick auf die Adventswanderung am Sonntag, dem 7. Dezember 2025

Die diesjährige Adventswanderung fand am 2. Adventssonntag dem 7. Dezember statt. Am Treffpunkt um 13 Uhr am Bahnhof Bad Ems West fanden sich zehn Personen ein. Die Teilnehmenden wurden auf die gemeinsame Tour durch die Wanderführerin eingestimmt mit folgendem Spruch: „Kerzenschein und Tannenduft, rote Backen, kalte Luft, Glockenläuten, Kindergarten, Äpfel, Wein und süße Sachen wünsch ich euch zum Advent, weil heut die 2. Kerze brennt." Von dort ging es über die Carl-Heyer-Promenade zur Ottmar-Canz-Brücke. Danach weiter über die Lahnstraße entlang bis zum Hasenbergweg. Dort lag der Hauptanstieg der gesamten Strecke (insgesamt ca. 240 m Anstiege). Unterwegs gab es eine kleine adventliche Stärkung in Form von selbstgebackenen Plätzchen.
Über den Hasenberg und die Sonnenhalde mit Blick auf die Concordiaturmhöhe ging es weiter nach Dausenau zur Ringmauer. Hinter dem Fuhr-Turm wurden der Oberbach und die Langgasse überquert und es ging über ein paar Stufen zum alten Weinbergweg nach Nassau. In Dausenau kamen noch zwei Personen dazu. Den alternativen Weg auf dem Fahrradweg wählte ein Wanderer.
Bei der Ankunft in Nassau setzte leider Regen ein. Alle Teilnehmenden kamen zur vorgesehenen Zeit dort an und konnten den Weihnachtsmarkt besuchen. Der war in diesem Jahr allerdings noch kleiner geworden und der Regen dann noch stärker, sodass ein gemütliches Bummeln etwas getrübt war. Umso mehr freute sich die Wandergruppe über die gemeinsame Einkehr im Gasthaus „Zur Krone", zu der noch zwei weitere Teilnehmer hinzukamen. Dort ließ man die Tour ausklingen bevor es dann gemeinsam mit dem pünktlichen Zug zurück nach Bad Ems ging.
An dieser Stelle sei der Wanderführerin nochmals ganz herzlich gedankt!

 
Text und Foto: Taunusklub Bad Ems 


Rückblick auf die Wanderung am Sonntag, 9. November 2025 auf der Georoute Watzenhahner Riesen

An der rund 14 km langen Wanderung am Sonntag dem 9. November nahmen 14 Wanderer und 2 Hunde teil. Dem Nebel um Ems entflohen, ging es bei wanderbarem Novemberwettter auf die Georoute „Watzenhahner Riesen“, eine der „Wäller Touren“. Sie führte um und über den Watzenhahn, einen markanten Basaltberg zwischen Willmenrod, Berzhahn, Girkenroth und Weltersburg. Gleich am Wanderparkplatz am Kranstein erblickte man eins der bedeutendsten Geotope des Westerwaldes: einen Schnitt durch den Schlot eines erloschen Vulkans, deutlich erkennbar an den erkalteten Basanitsäulen. Basanit, weil neben Feldspat auch andere Foid-Minerale in diesem Basalttyp enthalten sind. Aufgrund von Gehalten am Silikatmineral Analcim neigen Basalte des Watzenhahn zum Phänomen „Sonnenbrenner“, er bildet Ausblühungen und Risse an Oberflächen und ist dann nur noch als Basaltkies geeignet. Gleich nebenan auf der Wanderoute im Tal hat sich aus der tertiären Basalttuffverwitterung ein begehrter weißer Ton abgelagert. Die Eisenbahnlinie, auf welche die Gruppe zwischen Willmenrod und Berzhahn traf, die Verlade- und Aufbereitungsbauten zeugen von der wirtschaftlichen Bedeutung von Basalt und Ton für diese Orte. Nach einem steilen Aufstieg hinter Berzhahn trafen die Wanderer in einem inzwischen aufgelassen Steinbruch auf die in der Wand versteinerten „Watzenhahner Riesen“. Auf dem Ruhberg direkt bei Girkenroth wurde man dann über die tragische Sage des „Goldenen Mann“ unterrichtet. Um ihre Edelmetalle vor den benachbarten Raubrittern zu schützen, hatten die ehrbaren Ottensteiner diese zu einem „Mann“ verschmolzen und am Ruhberg vergraben. Nachdem sie doch von den Raubrittern erschlagen wurden, blieb der Schatz bis heute verschollen. Das staatliche Schatzregal hielt von der Suche ab. Der Sage nach waren auch die Herren von Weltersburg unrühmlich beteiligt. Deren Burgruine begegnete der Wanderschar später auf dem Küppel bei Weltersburg. Auf dem Ruhberg gab es aber noch eine andere Sehenswürdigkeit, ein riesiger Igel, gebildet aus Basaltsäulen. Weltersburg selbst hatte zwar mal Stadtrechte, aber blutige mittelalterliche Fehden, die in der Sage vom Raubritter Matthes im Gedächtnis blieben, führten zu einer doppelten Regentschaft von Leiningen-Westerburg einerseits und Kurtrier andererseits. Das bedeute das Ende aller Stadt-Träume. Erst im benachbarten Guckenheim fanden dann die Wanderer die Gaststätte Jung für die Schlussrast, um dann sehr ausgeruht und gut gestärkt die Heimreise antreten zu können. 

Text und Bilder: Taunusklub Bad Ems





Rückblick auf die Wanderung am Sonntag, 5. Oktober 2025 zum Weinherbst im Ahrtal von Altenahr über Mayschoß und Rech nach Dernau

Elf wanderbegeisterte Personen und ein Hund trafen sich am Bahnhof Bad Ems West zur 12 km langen Wanderung von Altenahr auf dem Rotweinwanderweg nach Dernau.

Bei feucht kühlem Wetter starteten die Langstreckenwandernden um 8.29 Uhr vom Bahnhof Ems West. In Koblenz und Remagen stießen noch ein Wanderer und eine Wanderin zur Gruppe. Um 11.20 Uhr startete die Wanderung am Friedhof Altenahr mit dem Wanderspruch:
Der Blätterzauber
Im Park wirbelten bunte Blätter. Ein Kind hob sie auf und staunte. Auf jedem Blatt war ein kleines Gesicht. Eines gähnte, eines lachte, eines blinzelte verschmitzt.
Da wehte der Wind heran und rief: Schau gut hin – Die Blätter erzählen Dir ihre Träume.
Durch den Ort und vorbei an der Ruine Ahre ging es aufwärts zum Rotweinwanderweg. Dort lud der erste Weinstand zu einem Frühschoppen. Da der nächste Weinstand erst in Mayschoß wartete, wurde die Gelegenheit gern wahrgenommen. 


Foto: Franz Kemper - Bei leichtem Nieselregen ging es zunächst durch Wald weiter. An dessen Ende begrüßte eine Tür die Wandernden in der Gemarkung Mayschoß.


Foto: Franz Kemper - Bei Erreichen des nächsten Weinstands hatte die Sonne den Regen vertrieben und Liegestühle luden zum Sonnenbad ein.


Das Ahrtal ist dank seiner sonnigen Lagen und der warmen Schieferböden ein Paradies für den Rotweinanbau. König der Rebsorten ist der Spätburgunder.
Die Stände boten neben Wein auch herzhafte oder süße Stärkungen. Auf dem weiteren Weg nach Rech musste eine längere Pause eingelegt werden, da ein Mitwanderin ihre Wanderstöcke am Liegestuhl zurück gelassen hatte. So wurde beschlossen nur noch an den höchst gelegenen Weinständen einzukehren, um anschließend entspannt weiterwandern zu können. 
Eine Stunde später startete die zweite Gruppe des Taunusklubs mit der Bahn ab Bad Ems Richtung Ahrtal. Mit sieben Kilometer Streckenlänge hieß das Motto „Genusswandern“. Der Wanderweg führte von der Ortsmitte bergauf, zunächst bei etwas diesigem Wetter, auf der Route den auf den Asphalt gemalten Wegweisern zum „Wein-Herbst 2025“. Auf der Höhe blinzelte zaghaft die Sonne hervor, welche das rötlich gefärbte Laub der Rebstöcke zum Leuchten brachte.
Schon bald lockte der erste Weinstand, an dem unter anderem spritzige Rosé-Weinschorle serviert wurde. So konnten die Genusswandernden nicht nur die vielfältigen kulinarischen Angebote sondern auch in jeder Wegbiegung die weiten Ausblicke auf die einmalige Ahrlandschaft in vollen Zügen genießen. Zahlreiche Stände mit Rot- oder Weißwein und vollmundige Traubensäfte luden die Besucher zum Verweilen ein. Natürlich kam auch das Wandern nicht zu kurz, damit der Treffpunkt mit der ersten Gruppe pünktlich erreicht werden konnte.

Kurz vor dem Ziel trafen beide Wandergruppen an der Hofgarten Gutsschänke zusammen. Nach einer letzten Stärkung erfolgte der Abstieg nach Dernau und die gemeinsame Rückkehr nach Bad Ems.

Jedoch hatte der Anschlusszug in Remagen bereits Verspätung, so dass die Weiterfahrt in Koblenz unsicher war. Beherzt wurde hier der Bahnsteigwechsel angegangen und tatsächlich stand auf Gleis 8 der Zug nach Limburg noch bereit. Da die Bahnsteiganzeige aber eine andere Zugverbindung anzeigte waren einige Mitwandernde verunsichert und verließen wieder den Zug. Leider waren alle Fahrkarten beim Wanderführer und so waren diese Teilnehmenden ohne gültigen Fahrausweis. Eine nette Zugbegleiterin, die das Chaos mitbekommen hatte ließ diese dann trotzdem im Eilzug nach Bad Ems mitfahren. Dies hatte jedoch zur Folge, dass noch 2 km vom Hauptbahnhof zum Westbahnhof, wo die Autos parkten, zu Fuß zurückgelegt werden mussten.   

Den Wanderführern wurde für die schöne Tour und die ausreichenden Verweilmöglichkeiten an den Weinständen gedankt.

Text und Fotos: Franz Kemper, Taunusklub Bad Ems