Rückblick auf die Wanderung am Sonntag, 08. Februar 2026

Mit einem Zitat des Arztes Hippokrates „Gehen ist des Menschen beste Medizin“ machten sich 13 Wanderer und 2 Hunde bei trockenem und frostfreiem Wetter auf zur Februarwanderung in der Landschaft Aar/Einrich. Gestartet wurde unterhalb der Burg Hohlenfels (Gemeinde Mudershausen), an der Brücke der ehemaligen Kleinbahntrasse St. Goarshausen-Zollhaus (1898 -1957 in Betrieb). Der Weg führte durch das schöne Hohlenfelsbachtal bergauf zur Erhebung Ergenstein (419,7 MNN) im westlichen Hintertaunus (Gemarkung Einrich). Von dort über den Eselpfad, an der renaturierten Grube Hibernia vorbei, zurück in Richtung Hohlenfelsergrund. Über den Welschmichelkopf und das LimburgerEck hinunter an den Hohlenfelsbach. Mit einem letzten Blick zur Burg Hohlenfels (erbaut auf einem „hohlen“ Kalksteinfelsen) führte der Weg weiter entlang des Baches in Richtung Hahnstätten. Nach einer Mittagsrast in der Phoenixhütte des Verkehrs- und Heimatvereines Hahnstätten (VHVH), ging es hinauf zum Heideberg. An den erlebnis- und lehrreichen Stationen des Naturerlebnispfades vorbei, wieder zurück zum Ausgangspunkt. Nach 13 Wanderkilometern und einer Schlußrast in Katzenelnbogen wurde gegen 17.30 Uhr die Heimreise angetreten.
 
Die Gruppe an der Naturerlebnisstation

 
 Text und Fotos: Taunusklub Bad Ems

 

Rückblick auf die Wanderung am Sonntag, 11. Januar 2026 auf dem Themenweg TON – das weiße Gold des Westerwalds (rote Route)

Unwetterwarnungen am Tag der Meldung zur Wanderung schreckten doch etliche Wanderer ab. Deshalb fanden sich am 11.01 nur drei Wanderer und zwei Hunde am Startpunkt ein. Diesen Kühnen aber war das Wetter hold. Sonnenschein und eine leichte Schneedecke waren das ideale Januar-Wanderwetter. Die Wanderung führte auf 12 km um die bis heute aktiven Tongruben zwischen Boden, Niederahr, Moschheim und Bannberscheid. Ton, der seine Entstehung der intensiven mesozoisch bis tertiären Verwitterung unter damals subtropischen Bedingungen des Westerwaldes und der anschließenden Umlagerung in flache Senken verdankt. Ein Ton, dessen besonderen keramischen Eigenschaften – insbesondere der Gehalt am Tonmineral Kaolinit - weltweit geschätzt werden. Und der lange (die letzte Grube bis 2000) unterirdisch in Glockenschächten abgebaut wurde. Heute ist der Abbau nur noch oberirdisch, wobei die periglaziale Überdeckung, z.T. auch Reste von tertiärer Braunkohle abgeräumt werden. Auf die Bedeutung, die selbst kleine Bäche als Energiequelle in vorherigen Jahrhunderten hatten, wiesen die Reste von 2 Mühlen am Wanderweg hin. Und unterhalb des Mahlberges wanderte man an einem der wenigen Phonolith-Vulkane des Westerwaldes vorbei. Nach einer Schlussrast ging es dann zurück nach Ems. Ein gelungener Wandertag.


Text und Fotos: Taunusklub Bad Ems