Rückblick auf die Wanderung am Sonntag, den 9.8.2026 - Auf dem Rundweg Geisig

Unter strahlendem Augusthimmel starteten 20 Wanderbegeisterte und zwei Hunde zu einer Rundwanderung um Geisig im Taunus. Begleitet von zwei inspirierenden Gedanken der Wanderführerin: „Schau weder zu weit nach vorne noch zu weit zurück. Das Schöne liegt immer vor deinen Füßen!“ und ein weiterer: „Draußen gehen ist eine wunderbare, lang erprobte, einfache Form, zu sich selbst zu finden.“
Entlang des Hombachtals führten schattige Waldwege die Gruppe auf den Limeswanderweg, dem bis nach Marienfels gefolgt wurde. Noch heute lassen sich Teile der Grenzgräben und Holzpalisaden erkennen. Die sehr schöne Holzskulptur in Form eines lebensgroßen Wachsoldaten konnte am Wegesrand bewundert werden. Ein herrlicher Fernblick über die abgeernteten Felder des blauen Ländchens bis ins benachbarte Hessen tat sich auf. Das blaue Ländchen ist die Region der Verbandsgemeinde Nastätten und bekam seinen Namen durch die Herstellung und Blaufärbung von Woll- später Leintuch. Der blaue Farbstoff wurde aus der Färberwaidpflanze gewonnen. Ein kleiner Abstecher nach Dornholzhausen bot zudem die Gelegenheit, die einzigartige Luthereiche zu besichtigen und ein wenig über das Leben von Martin Luther zu erfahren. Der Markierung des Römerhelmes folgend, setzte sich der Limesweg über offene Felder und durch bewaldetes Gebiet in Richtung Mühlbachtal fort. Entlang des Mühlbachs boten sich wunderschöne Impressionen: Naturbelassener Bachlauf, auf dessen rechter Seite liegen die Mühlen idyllisch im Tal. Am malerisch gelegenen Rastplatz „Grubenhäuschen“ verweilte die Wandergruppe zur Mittagsrast. Der gut erhaltene Eingang des ehemaligen Stollens, der damalige Abbau von Eisen- und Silbererz war wenig ergiebig, ist zum Schutz der Fledermäuse mit einer Stahltür verschlossen. Die das Gebiet durchziehenden Quarzadern werden in Singhofen abgebaut und der Kies festigte den weiteren Weg zur Römerquelle nach Marienfels. Obwohl das Wasser dort keine Trinkwasserqualität mehr hat, bot es bei den hochsommerlichen Temperaturen dennoch eine willkommene Erfrischung. Anschließend führte der Weg über ein Teilstück der alten Kleinbahntrasse weiter in Richtung der kleinen Gemeinde Ehr. Zum Ende der Strecke konnte noch erntereifer Flachs mit Leinsamen als Feldfrucht gesichtet werden. Nach insgesamt 13 km und einem Höhenunterschied von 330 m endet die Runde wieder in Geisig. Als Abschluss der Wanderung durfte die Gruppe den kleinen landwirtschaftlichen Betrieb einer lieben Wanderfreundin besichtigen und war zu einer gemeinsamen Schlussrast mit Verköstigung eingeladen. Gegen 18.30 Uhr ging ein wunderschöner Tag dem Ende zu und man trat die Heimreise in Fahrgemeinschaften mit dem PKW an.
Text und Fotos: Andrea Fischer 

Foto: Andrea Fischer

Foto: Andrea Fischer