Rückblick auf die Wanderung am Sonntag, 16. Februar 2025 auf der Wäller Tour „Buchfinkenland“

Als man an diesem Sonntagmorgen früh aus dem Fenster schaute, stellte man mit Erstaunen fest, es war kräftig am schneien, in diesem Winter ja eher ungewohnt. Doch der Winterdienst war wie gewohnt gut unterwegs. Und als sich die Wanderer samt zwei Hunden am Treffpunkt bei Horbach zusammenfanden, hatten sich die Schneewolken verzogen und die Sonne blitzte auf. Ein wunderschöner Wandertag mit leichter Schneedecke konnte beginnen. Erster Wegepunkt war die Marienkapelle mit ihrem freistehenden Glockentürmchen. Nach einer Querung von Horbach ging es dann zum nördlichen Wendepunkt im Hellbach Tal. Die sagenumwobene Altweibereiche am weiteren Weg, von der (nur noch) Reste von einer einst mächtigen, tausendjährigen Eiche zeugen, hat sie wohl noch intakt erlebt. Von der Siedlung Willgenhausen, die um 1500, spätestens im 30-jährigem Krieg wüst fiel, zeugt heute nur noch ein großes Wiesengelände. Weiter ging es dann Richtung Süden im großen Bogen um Hübingen bis zum Beginn des Seelbach-Tals, dem die Gruppe bergab folgte. Im tieferen Tal ist hier eine ganze Teichlandschaft entstanden. Dort, wo der Seelbach auf den Hohenthalbach trifft, liegt die Ruine einer alten Silberschmelze, die von der Bedeutung des Bergbaues entlang der Lahn bis ins Buchfinkenland zeugt. Kurz vor dem Gelbachtal führt die Wanderung über einen schmalen Stieg und anschließende Waldwege wieder auf die Höhe nach Gackenbach. Dort waren dann 15 km erwandert und Höhendifferenzen zwischen 410 müNN und 170 müNN überwunden. Im Gackenbacher Gasthof zum Wiesengrund konnte die zünftige Schlussrast , liebevoll betreut durch die Gastwirtfamilie, abgehalten werden.