Rückblick auf die Wanderung am Sonntag, 11. Januar 2026 auf dem Themenweg TON – das weiße Gold des Westerwalds (rote Route)

Unwetterwarnungen am Tag der Meldung zur Wanderung schreckten doch etliche Wanderer ab. Deshalb fanden sich am 11.01 nur drei Wanderer und zwei Hunde am Startpunkt ein. Diesen Kühnen aber war das Wetter hold. Sonnenschein und eine leichte Schneedecke waren das ideale Januar-Wanderwetter. Die Wanderung führte auf 12 km um die bis heute aktiven Tongruben zwischen Boden, Niederahr, Moschheim und Bannberscheid. Ton, der seine Entstehung der intensiven mesozoisch bis tertiären Verwitterung unter damals subtropischen Bedingungen des Westerwaldes und der anschließenden Umlagerung in flache Senken verdankt. Ein Ton, dessen besonderen keramischen Eigenschaften – insbesondere der Gehalt am Tonmineral Kaolinit - weltweit geschätzt werden. Und der lange (die letzte Grube bis 2000) unterirdisch in Glockenschächten abgebaut wurde. Heute ist der Abbau nur noch oberirdisch, wobei die periglaziale Überdeckung, z.T. auch Reste von tertiärer Braunkohle abgeräumt werden. Auf die Bedeutung, die selbst kleine Bäche als Energiequelle in vorherigen Jahrhunderten hatten, wiesen die Reste von 2 Mühlen am Wanderweg hin. Und unterhalb des Mahlberges wanderte man an einem der wenigen Phonolith-Vulkane des Westerwaldes vorbei. Nach einer Schlussrast ging es dann zurück nach Ems. Ein gelungener Wandertag.


Text und Fotos: Taunusklub Bad Ems